Die Zähmung der Schwankungen
(Pierre Basieux)
Aus dem Kapitel "Kleines Vorwort"
- Immerhin könnte die Kesselgucker-Methode bereits ihr hundertjähriges
Jubiläum feiern, spielte doch der erste Kesselgucker, ein amerikanischer
Abenteurer namens William N. Darnborough, ab 1904 sieben Jahre lang nach
einfachen Regeln diese Strategie in Monte Carlo erfolgreich, bevor er sich als
wohlhabender Geschäftsmann in England niederließ und dort 1958 im hohen Alter
starb (übrigens ohne je wieder ein Casino betreten zu haben).
Die erste Wurfweiten-Methode in Deutschland ist dem Physiker Dr. Wolfgang Clarius zu verdanken, der 1965 seine Methode „Optimum“ publizierte. Doch
wichtige physikalische Effekte und Phänomene wurden erst später offenbar.
Etwa zur gleichen Zeit baute der Mathematiker Dr. Edward Thorp in den USA
den ersten Roulette-Ballistik-Computer in Analog-Technik.
Und obwohl die modernere Wurfweiten-Methode bereits in mehreren Auflagen
meines Buches „Roulette – Die Zähmung des Zufalls“ behandelt wurde, bekam sie
erst durch neueste ballistische Studien ihre beste Spielbarkeit.
Es ist wie bei der ständigen Weiterentwicklung von Automobilen. Das erste
Kraftfahrzeug hatte bereits vier Räder, einen Motor, vielleicht etwas, das
einem Getriebe und einer Gangschaltung entsprach, eine Lenkung, eine Bremse
usw. Auch heute noch sind dies zentrale Funktionen unserer Autos, aber mit
wesentlich raffinierteren Eigenschaften. Und dennoch schreitet die technische
Weiterentwicklung unaufhörlich voran. „Optimum“ von Clarius wirkt heute wie
ein alter VW- Käfer ohne neue Technologie.
Ein tieferer Grund ist sicher auch darin zu sehen, dass Anzahl und
Komplexität der Parameter jedes vielschichtigen Problems mit dem laufend sich
vermehrenden Wissen überproportional anwachsen. So ist es auch beim
physikalischen Roulette.
Dabei geht es keineswegs nur um theoretische Betrachtungen – das sei den „Nur-Praktikern“
nachdrücklich gesagt. Praxis kontra Theorie, Anwendung kontra
Grundlagenforschung ist eine falsche Alternative. Denn „dem Anwenden muss das
Erkennen vorausgehen“ (Max Planck). So spricht das Buch auch die
Erkenntnis orientierten „Nicht-nur-Praktiker“ an.
Die Spielbanken brauchen sich über neue Erkenntnisse nicht sonderlich zu
ängstigen, denn für die meisten Traumtänzer der Spielszene ist das
Verstehenwollen und richtige Lernen selbst der einfachsten Dinge viel zu
mühsam – sodass es für sie am Ende doch wieder völlig zufällig ist, was sie
setzen. Ganz im Sinne der Casinos...
Inhalt
- Kleines Vorwort
-
- KURZE EINFÜHRUNG FÜR QUEREINSTEIGER
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- DER 1. SCHLÜSSEL: HÖHERE WAHRSCHEINLICHKEITEN
- Ohne Vorteil kein Heil!
- Die einzigen legalen nachhaltigen Gewinnmöglichkeiten
- Die 7 Goldenen Roulette-Regeln
- Positive Roulette-Arten und Lösungsansätze
- Die Hebelwirkung kleiner Vorteile
- Ein genauer Blick auf den Tronc ...
- Monte-Carlo-Simulationen – sinnvoll nutzen
-
- STATISCHE WURFWEITENSPIELE – DIE BASIS-STRATEGIE
- Eine wesentliche Voraussetzung für das Streuverhalten
- Die Ermittlung der Wurfweiten aus den Nummern
- Die Hebelarme und Wurfweiten in Sektorgruppen
- Prinzipielle Signal-Kriterien
- Zwei Arten des „Gegenüber“-Effekts
- Die Philosophie des Wurfweitenspiels – relevante Informationen...
- Prinzipielle Setzbereiche
- Optimale Sektorgröße für die Ermittlung der Wurfweiten
- Wahrscheinlichkeitstheoretische Betrachtungen über die Signalkriterien
-
- VERFEINERUNGEN UND FEHLERVERMEIDUNG
- Ein Drittel der Würfe sind chaotische Querschüsse
- Typische Wurfweiten-Diagramme
- Einsätze: Die Zwei-Schuss-Strategie
- Restriktives oder extensives Setzen?
- Optimale, flexible Setzbereiche (I)
- Vorsicht Falle! Drohende Katastrophe trotz eindeutiger Vorteile
- Optimale, flexible Setzbereiche (II)
- Ermitteln: Abgestufte Kriterien – flexible Signale
- Setzen: Gewinn- und Verlustsequenzen bei extensiver Setzweise
- Limitierte Progressions- bzw. Überlagerungswetten (als Option)
- Fragen des praktischen Spiels
- Mitschriften von Beobachtungen: besser als Permanenzen
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- DYNAMISCHE WURFWEITENSPIELE – „ALLES FLIEßT!“
- Wurfweitenwanderungen: Tänzchen gefällig?
- Wie schießt man auf Tontauben?
- Die „Dreiteilung“: Abweichungen vom Gegenüber-Effekt
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- WURFWEITEN- UND GUCKERMETHODEN: GEMEINSAMES
- Kleine Check-Liste des Ballistikers
- Die Suche nach der augenblicklich herrschenden „Beziehung“
- Es gibt viele Guckermethoden
- Die Geschicklichkeit besteht in der Beurteilung
- Dynamische Qualitätsprüfung der Prognose
- Perfekte Kesselkonstruktion kann ein Schwachpunkt sein
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- DER GETAKTETE NORMWURF: ZEITEN UND WEGE
- Ein OGH-Urteil zum Ausschluss eines Kesselguckers
- Der Normwurf: Pack den Tiger in den Tank
- Abweichende Kugel- und Scheibenzeiten, einzeln
- Abweichende Kugel- und Scheibenzeiten, kombiniert
- Faustregeln für die Korrekturen
- „Messungen“ ohne Stoppuhr
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- UNBEWIESEN? LÄCHERLICH!
- Laienhafte Vorwürfe
- Herkömmliche Permanenzen: meistens ballistisch irrelevanter Müll
- Sind die Ergebnisse nun beweisbar oder gar bewiesen?
- Ab wann sind die Ergebnisse signifikant?
- Gesucht: eine neue Art der Visualisierung (von Roulette-Ereignissen)
- Ergebnisse aus der Praxis von heute: Casino schlägt Börse!
-
- MONEY MANAGEMENT UND DIE KELLY-STRATEGIE
- Optimale Einsatzstückelung: Das Kelly-Kriterium
- Kelly-Strategie für extensives Setzen (halbe Scheibe)
- Kelly-Strategie für restriktivstes Setzen (ein Plein)
- Kelly-Strategie für 5 Nummern
- Wachstumsrate Ihres anfänglichen Spielkapitals
- Die Philosophie der Kelly-Strategie – die beste Gewinnprogression...
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- DER 2. SCHLÜSSEL: DIE ZÄHMUNG DER SCHWANKUNGEN
- Gegenstand; Sinn und Zweck; Grenzen
- Mittelwerte, Standardabweichungen, Gewinn- und Verlustzonen
- Erwartungen, monetäre Schwankungen, Kapitalbedarf
- Wurfweitentests im Casino: 800 Stücke Zwischenverlust: normal?
- Simulationen bei ungünstigen Spielen
- Simulationen bei mathematisch fairen Spielen
- Welcher Testumfang ist bei gegebenem Plein-Vorteil nötig?
- Testumfang für größere vorteilhafte Setzbereiche
- Beim Testen Ihres Systems ist die Standardabweichung Ihr Kompass
- Simulation der Einnahmeschwankungen eines Casinos
- Simulationen bei positiven Erwartungen
- Überraschung: Vorsichtiges Spiel produziert mehr Verlusttage!
- Der Hammer: Simulation der Kelly-Strategie
- Das Gesetz der Gesamtstreuung und die Schwankungen
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- GRATWANDERUNGEN UND DER KATEGORISCHE IMPERATIV
- Strategisches Verhalten bei Ungewissheit
- Gratwanderung zwischen Zufall und Geschicklichkeit
- Gratwanderung zwischen Ermittlung und Satz
- Gratwanderung zwischen Zweifel und Selbstsicherheit
- Der kategorische Imperativ: Spiele so, dass ...
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- HYBRID-SYSTEME: DEN REINEN ZUFALL SCHWÄCHEN
- Benno Winkels „Generalfavoriten“: erstes Hybrid-Spiel?
- Überlagerung: Zufall + Nichtzufall = Nichtzufall
- Eine Herausforderung als Beispiel
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- SYNDIKATSSPIEL GEGEN DIE BANK
- Syndikatsspiel ist nicht Bandenspiel
- „Thirteen Against the Bank“
- Wirkliche Syndikate in der Geschichte
- Grundlegende Voraussetzungen
- Ein simulierter Syndikatsangriff auf vier Tische
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- ANHÄNGE
- A1. UND EWIG LOCKT DAS KLASSISCHE – DEM NEGATIVEN ZUM TROTZ
- Die zufällige Plein-Wiederholung: Das Basis-System
- Die Transversale-pleine-Wiederholung
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- A2. CHAOS UND ORDNUNG IN PERMANENZEN
- Permanenzen: Realisierungen des reinen Zufalls?
- Data Mining: Wissensentdeckung in Datenbanken
- Wie der Wurfweiten-Nachweis in Permanenzen gelingt
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- A3. HÖHERE QUALITÄT DES ZUFALLS IM ROULETTE
- Anlass: Unliebsame Fälle
- Lösung: Ein Freiheitsgrad mehr in der Logistik-Kette
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- A4. ANMERKUNGEN ZUR SZENE
- Das Jammern deutscher Spielbanken
- Über 2 000 Spielcasinos in den Wohnzimmern
- Traumtänzer, Bauern und ihre Fänger
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- A5. KLEINER PRESSE-SPIEGEL
- Porträt und Bericht über einen Casino-Besuch
- Zum Play-Off-Interview in CASINO live
- Rien ne va plus? Interview in STECKENPFERD
- LITERATURHINWEISE
- STICHWORT-REGISTER
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Daten zum Buch
erschienen: 2. Aufl. November 2006
Format: 23,4 x 17,5 cm
Ausstattung: gebunden
Umfang: 269 Seiten
Preis: 78,00 Euro

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