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Roulette - Die Zähmung des Zufalls (Pierre Basieux)

Medienecho

Zeitschrift Capital:

Mit diesem Band legt der Verlag nach BLACK JACK sein zweites intelligentes Buch in der Reihe seiner Spiele-Bibliothek vor.

Roulette - Das Spielbanken-Magazin:

"Roulette -  Die Zähmung des Zufalls", das neue Grundlagenwerk, ist als höchst empfehlenswert einzustufen, weil es gute Strategien mit begründeter Gewinnerwartung bietet.

Aus dem Kapitel "Was dieses Buch will"

Das Buch soll in klarer und möglichst allgemeinverständlicher Form über ein faszinierendes und Praxis bezogenes Abenteuer berichten. Es soll nicht bloß Wissen auflisten, sondern tiefer liegende Erkenntnisse, gepaart mit einfachen wissenschaftlichen Denkweisen und konkreten Arbeitsmethoden, vermitteln. Es soll über ein Beispiel von Kreativität nicht nur berichten, sondern auch Kreativität fördern; zahlreiche strukturähnliche Probleme warten noch auf eine praxisgerechte Lösung. Überhaupt ist dieses Buch als eine Lanze für die Kreativität auf der Grundlage der wissenschaftlichen Methodik konzipiert.
 
Wir wissen, dass die Spielbanken ein geradezu vitales Interesse daran haben müssen, dem Spieler ein möglichst fehlerfreies und zufälliges, d.h. klassisches Roulette zu bieten. Das sollte uns aber nicht dazu führen, dieses Spiel samt seiner technisch-physikalischen Beschaffenheit und seinen praktizierten Regeln als eine heilige Kuh zu betrachten, wie es die breite Hochschulwissenschaft zu tun pflegt. - zumindest in Europa.
 
Dieses Buch will zeigen, wie mit Hilfe rationalen Wissens und kreativer Einfälle positive Erwartungen für vermeintliche Glücksspiele ermöglicht werden können. Dass dies am Beispiel des Roulette demonstriert wird, hat mehrere Gründe; einer davon ist, dass die Demonstration einer positiven mathematischen Erwartung für Black Jack , ein anderes Casinospiel, bereits Tradition hat.
Bei diesem abenteurerlichen Vorhaben akzeptieren wir sowohl die wissenschaftliche Methodik als auch die empirische Realität als den objektiven Richter über unsere Gedankengänge. Nur mit dieser Einstellung können wir, außer Geld, fundierte Perspektiven gewinnen, die unseren experimentierfreudigen Spielgeist stimulieren.
Dieses Buch beinhaltet nicht die Geschichte eines glatten Erfolges ohne Rückschläge und neue Anläufe, sondern die Geschichte einer Idee, die letztlich doch noch ein Erfolg wurde. Ein Nebenwert des Buches könnte darin bestehen, dass das Roulette-Problem, oder besser: die Roulette-Probleme grundsätzlich gelöst sind. Mögen andere kommen und es besser machen.
Der eigentliche Zweck des Buches wäre aber schon erreicht, wenn es dem, der es mit Verständnis liest, Vergnügen bereitet. Noch ein Wort über die mathematischen Anforderungen in diesem Buch. Um die Kenntnisse echt fachwissenschaftlicher Werke über den engen Kreis der Spezialisten hinaus wirken zu lassen, gibt es populäre Darstellungen.
In den meisten Geisteswissenschaften haben beide Arten die Sprache gemeinsam. So kann beispielsweise ein geschichtliches Werk höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und zugleich allgemeinverständlich sein. Dieser Sachverhalt gilt in etwas abgeschwächter Form noch für die beschreibenden Naturwissenschaften, nicht dagegen für die Physik, die Statistik oder die Ökonometrie.
 
Die Scheidewand wird durch die Mathematik aufgerichtet. Die mathematischen Wissenschaften können nicht ohne Substanzverlust in normaler Sprache dargestellt werden. Dieses Buch ist vorwiegend als ein Buch der öffentlichen Wissenschaft konzipiert, als ein wissenschaftliches Buch für solche Nichtmathematiker, die sich eine elementare mathematische Vorbildung bewahrt haben. Ich habe mich also bemüht, nicht mehr Mathematik und Statistik zu gebrauchen, als in der Oberstufe einer allgemeinbildenden Schule gelehrt wird. Ganz ohne Mathematik geht die Chose leider nicht.
 
Dabei mcht die Darstellung weniger von Einzelkenntnissen Gebrauch, als von der Fähigkeit und dem Willen, logischen Gedankengängen zu folgen. Nur ausnahmsweise werden auch abstrakte Aspekte unserer Themen kurz beleuchtet; dadurch können wir komplexere Strukturen der Wirklichkeit modellmäßig transparenter und einfacher behandeln.
Manchmal geht die Schilderung bis in die kleinsten Einzelheiten, weil der Teufel bekanntlich im Detail sitzt; weil man möglichst viel von diesen Einzelheiten kennen muß, um das Richtige zu tun, oder besser: um keiner der zahlreichen Irrtumsmöglichkeiten zu unterliegen. Trotzdem kann das Mathematische bei der ersten Lektüre ruhig weggelassen werden. Das tut dem Verständnis keinen Abbruch.
Der Leser möge gerade soviel Geduld aufbringen, dass das bisschen Mathematik in diesem Buch ihm nicht furchtbar, sondern fruchtbar erscheint.

Inhalt

Was dieses Buch will

1. Einführung; Wirtschaftliches und Soziales
1.1 Roulette: Das Spiel und seine Regeln
1.2 Wirtschaftliches: Globale Gewinne, individuelle Verluste
1.3 *.. und Soziales: Spielerstruktur und Psychopathologie
1.4 Unterhaltungswert als Element der Nutzenfunktion
1.5 Der Spielbegriff, Geschicklichkeit, Glück und Betrug
1.6 Theorie und Praxis: Das dumme Missverständnis
1.7 Das agonale Prinzip als Motivation der Spielsystemsuche
 
2. Klassisches Roulette (1): Grundlegende Eigenschaften
2.1 Kurzer geschichtlicher Abriss der Wahrscheinlichkeitsrechnung
2.2 Einige Eigenschaften des klassischen Roulette
2.3 Was ist eine Verteilung? Beispiele
2.4 Die Normalverteilung macht komplexe Berechnungen möglich
2.5 Das "Gesetz" der Serien
2.6 Die Verwandtschaft von "Roulette-Gesetzen" mit dem klassischen Geburtstagsproblem
2.7 Das Gesetz der großen Zahlen
2.8 Ecarts, Spannungen, Signale... Aber wo bleibt der Ausgleich?
2.9 Gibt es dennoch empirische Anomalien zwischen Tableaugruppen und Kesselsektoren?
 
3. Klassisches Roulette (II): Strategien kontra Gesetze
3.1 Die Gewinnerwartungen für die verschiedenen Chancen
3.2 Optimierung von Strategien nach verschiedenen Zielen
3.3 Der traditionelle Spielsystemwald: Märsche, Masse egale-Spiele, Spiele mit Einsatzvariationen
3.4 Martingale-Spiele und andere Verlustprogressionen: Kurzfrist-Gewinne im Wettlauf gegen den K.o.
3.5 Paroli-Spiele und andere Gewinnprogressionen: Das trügerische "Spiel mit dem Geld der Bank"
3.6 Das verlockende Prinzip der Stellentilgung
3.7 Gewinnsaldo bei limitierten Spielfolgen und längste "erlaubte" Spielstrecken
3.8 Nur eine Hoffnung: Irrtumer vermeiden, Risiko kalkulieren... et "Bonne Chance!"
 
4. Nichtklassisches Roulette: Die Wurzeln der Zähmung
4.1 Chaos ist die Ordnung des Universums
4.2 Die Möglichkeiten eines nichtklassischen Roulette
4.3 Fehlerhaftes Roulette und das Kesselfehlerspiel
4.4 Gleichmäßiges Roulette und das Wurfweitenspiel
4.5 Roulette als rein ballistisches Problem
 
5. Fehlerhaftes Roulette: Der historische Ansatzpunkt
5.1 Ursachen und Größenordnungen zu erwartender Abweichungen
5.2 Die sichere Kesselidentifikation
5.3 So liefen wir tagelang ins Messer: Beispiel einer ungenügenden Kesselidentifikation
5.4 Sinnvolle Mitschrift der Permanenzen: Fehler sind richtungsabhängig!
5.5 Die Aufbereitung der Daten und deren statistische Analyse
5.6 Gewellte Scheiben sind leider eine Ausnahme
5.7 Direkte berührungslose Fehleranalyse
5.8 Simulationen helfen die Wirklichkeit begreifen
5.9 Anmerkungen zum "Generalfavoritenspiel" von Benno Winkel: Das grundlegende Entscheidungsproblem ist bis heute ungelöst
 
6. Ballistisches Roulette (1): Das Geheimnis des Sichtbaren
6.1 Anatomie des Kugellaufs: Über tausend Meter Film
6.2 Die Streuweitenverteilung als Sprungverhalten der Kugel
6.3 Die drei wichtigsten Variablen eines jeden Wurfes
6.4 Alles hängt an der Kollisionszeit
6.5 Die Eigenheiten des Kugellaufes
6.6 Der Rauteneffekt als Folge geringster Kesselschieflagen
6.7 Der Diskretisierungseffekt der Kollisionszeiten, oder: Genauigkeit ist nicht gleich Wahrheit
6.8 Messfehler und die paradoxe Rolle der Rauten
6.9 Kugelumlaufmessungen mittels akustischer Analyse

7. Ballistisches Roulette (II): Direttissima durch Elektronik
7.1 Ein Prädiktor wird entwickelt und getestet
7.2 Faszination der Wunderformel
7.3 Labortests für die empirischen Gewinnerwartungen.
7.4 ... und Computersimulationen für die möglichen Schwankungen
7.5 Weitere Ballistik-Lösungen
7.6 Was haben Ballistik-Lösungen mit Wettervorhersage zu tun?
7.7 Der Wettkampf geht weiter; Strategien für (über)morgen
7.8 Gewinne im physikalischen Roulette sind nur die halbe Wahrheit

8. Gleichmäßiges Roulette: Kunst und Geduld, Unschärfen genau zu fassen
8.1 Das Wurfweitenspiel in den sechziger Jahren
8.2 Signaturmerkmale und Markoff-Ketten: Die Faktoren der Handhabung
8.3 Warum das Aufsuchen signifikanter Wurfweiten in herkömmlichen Permanenzen erfolglos bleiben muß
8.4 Können routinierte Croupiers auch "aktiv" gezielt treffen? Ein schlüssiges Experiment zum Zielwurf
8.5 Die Tabellen-Methode als einfaches Beobachtungsspiel
8.6 Vorsicht: Der Wurfweitenschwerpunkt wandert!
8.7 Kann die Wurfweitenballistik auf klassische Kesselsektoren erfolgreich sein?

9. "Kesselgucken": Geschicklichkeit non plus ultra
9.1 Meine ersten Beobachtungen
9.2 Die idealen Voraussetzungen: Die "hübsche C." macht in Bad Wiessee eine Viertelmillion
9.3 Zocken mit Augenmaß und Gehör: Ein stilles Duell mit dem "Professor" in Wiesbaden
9.4 Die Selbstdisziplinfrage: "Adlerauge", wieder blank, schlägt zu
9.5 Kurze Systematik der visuellen Methode
A: Die grundlegenden, globalen Aspekte
B: Wann? Zeitpunkthestimmung für die Prognose
C: Wo? Beobachtungsort für die Prognose
D: Nochmals Kugelfallpunkt und Zusammenfassung
9.6 Implementierung und rationale Durchführung
E: Auswirkungen praktischer Setzweisen
F: Fundierte Schätzungen für die Profitbestimmung
G: Inangriffnahme der Methode
9.7 Fragen und Antworten

10. Ergänzungen: Mathematisch-statistische Angelpunkte
10.1 Das Ruin-Problem: Wahrscheinlichkeiten, hops zu gehen
10.2 Selbst ein faires Spiel ist nur selten fair: Wenn das Zero abgeschafft würde
10.3 Optimale Einsatzstückelung bei günstigen Spielen
10.4 Ausreißertest nach Nalimov
10.5 Der perfekte Zufall hat einen hohen Qualitätsanspruch: Über die Schwierigkeit, einen "guten" Zufallsgenerator zu finden
10.6 Sinnvolle Verwendung der Tabelle zufälliger Zahlenpaare
 
Nachwort: Das vitale Interesse der Spielbanken
Anhang zum Nachwort: Wie sollte ein künftiger, zufallsgarantierter Roulette-Betrieb beschaffen sein?
 
Tafeln
Verteilungsfünktion Normalverteilung
r-Tabelle (Ausreißertest nach Nalimov)
Ausreißer-Tabelle nach Fricke (für häufige Ausreißertests)
Tabelle zufälliger Zahlenpaare nach Wilson
Literaturverzeichnis
 
Der Autor
Hinweis zur 5. Auflage
Neu: Ausführliches Sach- und Personenregister
Neu: Roulette-Video-Seminar

Ihre Eigene Meinung zu diesem Buch?

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre eigenen Meinungen zu diesem Buch, die dann an dieser Stelle veröffentlicht wird, mitteilen.

spacer erschienen: 5. Aufl. November 2001
Format: 24,1 x 17,7 cm
Ausstattung: Leidereinband
Umfang: 396 Seiten
Preis: 69,00 Euro

Buchcover "Roulette - Die Zähmung des Zufalls"

 



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